Südamerika und ich

 
22Oktober
2014

Ich liebe Salz - Uyuni, San Pedro de Atacama

Der nächste Abschnitt meiner Reise sollte durch die Salar de Uyuni zur Atacama Wüste führen.

Abends in Uyuni angekommen, hatte ich kein Plan, wo ich unterkommen soll, hatte ja auch keinen Lonely Planet mehr. Aber an der Station empfing mich direkt wieder eine Person, die mir Touren und Hostel andrehen wollte. Dankbar nahm ich die Flyer entgegen und machte mich auf die Suche. In dem empfohlenen Hostel angekommen wollte der Typ von mir 50Bolivianos anstatt 40 wie die anderen beiden, die auch grad ankamen. Dabei wären wir alle ins gleiche Dorm gekommen. Ich war diese Verarsche satt und wollte nicht weiter diskutieren, zeigte ihm den Finger und ging. Er wollte mich noch aufhalten und mir den gleichen Preis geben, aber das war mir zu dumm. Nach weiterem Suchen bekam ich ein Einzelzimmer in einem anderen Hostel für 45Bolivianos. Nun wollte ich noch meine Tour buchen, aber alle Tour Büros hatten schon zu, also noch was gegessen und dann ins Zimmer, da ich durch den ersten Touranbieter wußte, dass die Touren 10:30Uhr starten, wollte ich 8Uhr auf die Suche. Am nächsten Morgen also 8Uhr raus und zum Hauptplatz, wo man direkt von 1-2Touren angesprochen wird, die erste Person erschien mir wenig vertrauenswürdig, also ging ich mit der 2. ins Büro, dort traf ich auf einen anderen Teilnehmer der Tour, der sich grad einschrieb und auf der Liste sah ich, dass nur junge Leute dabei waren, die klang gut für mich, also buchte ich auch. Auf der Liste sah ich auch einen Australier Sam, der mir vom Namen her bekannt vorkam, aber ich dachte es ist eine andere Person, als die die ich vorher kennengelernt hatte. Danach aß ich erstmal Frühstück und pünktlich um 10:15Uhr traf ich wieder an der Agentur ein. Hier traf ich direkt doch den Sam den ich kannte und auch noch die beiden anderen aus dem ersten Hostel vom Abend zuvor. Die sollte eine lustige Tour werden. Da die beiden unbedingt noch eine Bekannte dabei haben wollten und dies eigentlich schon mit dem Touragent geklärt war, waren wir auf einmal 7Personen und die Agentur hatte nur ein Auto. Also mussten wir Teilnehmen entscheiden, ob wir damit klarkommen zu 7. zu fahren, oder sie in Uyuni bleiben musste. Nachdem wir die Platzverhältnisse ausgecheckt hatten, befanden wir dies als OK und es konnte los gehen. 

Das erste Teil war der Zugfriedhof von Uyuni, dort schossen wir viele verrückte Fotos, entschlossen uns eine Geiselbefreiung nachzuspielen und kletterten einfach auf den Zügen rum. Nachdem wir uns ausgetobt hatten, ging es weiter auf einen Tourimarkt, worauf wir keinen Bock hatten, der Guide überredete uns dazu doch 5Minuten zu halten, also kauften wir keine Souvenirs sondern Bier. Weiter ginge mit kleinen Salzhugeln, die die Anwohner zum Trocknen aufhäufen, wieder langweilig... Wir hielten kurz, um aus dem Jeep heraus den kläglichen Versuch einer jungen Dame auf einem der Hügel einen Handstand zu machen, mit anzusehen. Dabei hatte sie einen Rock an... 

Dann sind wir in die Salzwüste, wo wir einige Versuche unternahmen, Fotos mit verzehrter Perspektive zu machen, die Fotos sahen gut aus, aber im Nachhinein auf dem Tablet hat man doch gesehen, dass es keine Profifotos waren.

Weiter ging es zu einem kleinen Berg mitten in der Salzwüste, der von Kakteen übersäht war. Und danach fuhren wir an einen Platz, um den Sonnenuntergang in der Salzwüste zu sehen. Einfach Wahnsinn... Wir nutzten wieder die Zeit, um allen möglichen Scheiss zu machen. So stürmten wir den Jeep, der Fahrer hatte keinen Plan was mit uns los war. 

Danach fuhren wir in unser Hostel, was aus Salz gebaut war. Erstaunlicherweise war es sehr war im Hostel, ich hatte vorher immer gehört, dass es so kalt sei und man mehrere Decken benötigt. Nach einem leckeren Essen, gönnten wir uns noch ein paar Liter Wein und ging dann zu Bett. Um 6Uhr wurden wir dann leider schon geweckt und es ging weiter. Dieser Tag sollte aus viel fahren bestehen, dadurch bemerkten wir dann doch die Enge im Jeep mit 8Personen. Das erste Ziel war ein aktiver Vulkan, den wir aber nur aus sehr großer Entfernung zu sehen bekamen. Außerdem zeigte dieser sich auch nicht sehr aktiv. Aber die Gegend war schon, diese bestand aus Vulkangestein und sah ein wenig aus, wie man es sich auf dem Mond oder Mars vorstellt. Weiter ging es zu 4Seen, die alle etwa gleich waren und auf allen Seen konnte man Flamingos sehen. 

Dann fuhren wir in eine Wüste und anschließend zum Steinbaum, ich glaube diesen hat jeden Mal auf einem Foto gesehen, ich find das Ding nicht sehr besonders.

Weiter ging es zu einem roten See, der durch Bakterien rot erscheint und dann in unser 2.Hostel. Das 2.Hostel war wirklich sehr einfach gehalten und es wurden hier auch sehr kalt in der Nacht, vielleicht hatten wir mit der 1.Unterkunft nur Glück.

Am nächsten Morgen mussten wir schon 4:30Uhr raus. Zuerst fuhren wir zu einem Geysirfeld und dann zu einem Pool, der mit Wasser aus heißen Quellen gespeist wird. Hier badeten wir 30Min und dann ging es zum grünen See, den wir kaum sehen konnten, da der Fahrer sich wohl verfahren hatte und dies nicht zugeben wollte. So fuhren wir auf eine Anhöhe um den See aus weiter Entfernung zu sehen, da der Fahrer/Guide schon den ganzen Tag pissig war und dann auch das zu Ende, gab es kein Trinkgeld von mir. 

Nachdem wir an der Grenze die Grenzformalitäten abgeschlossen hatten (die wollten Geld dafür, dass wir das Land verlassen), ging es weiter in einem Bus nach San Pedro de Atacama. Hier gingen wir erstmal zum Busterminal, um unsere Weiterfahrten zu klären, ich wollte am nächsten Tag weiter nach Salta/Argentinien. Chile war mir einfach zu teuer und die Atacamawüste hatte nix, was ich nicht auch schon in der Uyuni gesehen hatte. Nachdem ich mir ein Hostel gesucht hatte, wollte ich noch die einzige Tour buchen, die ich da machen wollte. Aber das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung, ich erwischte einen der wahrscheinlich 10Tage im Jahr, an denen es bewölkt war. Also nix mit Sterne schauen, und somit auch keiner Aktivität in San Pedro außer essen und schlafen.

18Oktober
2014

Diesmal in den Berg - Sucre, Potosi

Nach einer sehr angenehmen Fahrt in einem alten aber komfortablen Bus und 2Stunden Verspätung bin ich in Sucre angekommen. Ich entschied mich fürs Gringos Rincon oder sowas. Der Besitzer war erstaunlicherweise ein Deutscher, der mir ein bisschen Schräg rüber kam. Aber egal, Zimmer direkt bezogen und etwas auf der Dachterrasse gesonnt. Dann bin ich mir einem Litauer, der hier zum Spanisch lernen war, die Stadt besichtigen, was ziemlich schnell ging, da die Stadt so klein ist. An einem Nachmittag hatten wir alles durch und ich überlegte, ob ich am Folgetag schon weiterreisen sollte. Aber ich entschied mich einen Chilltag einzulegen. Ich kann bin heute nicht sagen, IB nun La Paz oder Sucre die Hauptstadt ist, aber ich glaube das wissen die Bolivianer auch nicht so richtig. Ich hätte es ja auch mal googlen können.

Der Abend wurde damit verbracht, Trinkspiele mit 2 Niederländern und einer Isländerin durchzuführen. Die Isländerin (Rein) habe ich zufällig nach Lima hier wieder getroffen.

Der Tag darauf wurde, wie gesagt zum chillen genutzt. Ich ging früh mit einem Österreicher mal kurz auf den Markt, er wollte für alle Strudel backen, dann hob ich 1000Dollar für Argentinien ab und danach chillte ich ein paar Stunden mit Musi in der Sonne.

Am Abend wurde wieder der Rum ausgepackt und danach ging es noch in einen Club. Nachdem alle vorher ins Hostel sind, schleppte ich mich zu einer unbestimmten Zeit alleine ins Hostel.

Am nächsten Morgen (wieder etwas zu spät) ging es mit dem Bus nach Potosí.

Manchmal lohnt es sich, einen Bus am Tag zu nehmen, die Aussicht war wieder mal atemberaubend. Potosí selbst ist eine verdreckte Stadt, die wohl nur von Minenarbeitern bewohnt zu sein scheint. Nachdem meine erste Wahl in Sachen Unterkunft ausgebucht war und ich das von anderen empfohlene Hostel Koala Dan nicht finden konnte, bin ich in einem Hotel untergekommen, wofür ich auch etwas mehr zahlen durfte (12Euro für Einzelzimmer mit Frühstück ist aber OK). 

Danach suchte ich mir eine Minentour für den nächsten Tag und einen Platz zu essen, wo ich 2Niederländer aus dem selben Hostel in Sucre wieder traf. Zusammen gingen wir noch in ein Pub mit Livemusik, wo ich blöderweise meinen Rucksack vergessen habe. Schöne Scheisse... damit war mein Lonely Planet mitsamt allen meinen Tickets der Weltmeisterschaft verloren. Ja ich habe am nächsten Tag nach dem Rucksack gefragt und angeblich haben die nix gefunden.

Am nächsten Morgen ging es dann zur Minentour, man besucht zuerst den Minenmarkt, wo man auch Dynamit kaufen kann, dann zu einer Anlage, wo die Mineralien (wie Silber) vom Gestein mechanisch und chemisch gelöst werden und dann ging es in eine intakte Mine. Da Samstag war haben wir zum Glück nicht viele Arbeiter getroffen, weil diese (in ihrer Arbeit vertieft) sehr rücksichtslos agieren, wenn man nicht aufpasst, wird man von einem heranrauschenden Schienenwagen angefahren. Die Mine selbst war sehr eng und aller 2m stieß man sich den Kopf, da die Bolivianer etwas kleiner sind. Teilweise mussten wir auch auf allen Vieren durch die Mine kriechen, also nix für Leute mit Klaustrophobie. Aber sehr interessant.

Nach dem Ausflug in den Berg ging es für mich nur kurz zum Pub und dann ins Hotel die Sachen holen und weiter nach Uyuni.

14Oktober
2014

Sonnenbrand auf 4000m und Death Road Survival

Nachdem ich wieder einige Stunden im Bus unterwegs war, bin ich gegen frühen Abend in Puno am Titikakasee angekommen. Da der Ort total verdreckt war und anscheinend nix los war, nutzte ich den Abend, um zu chillen. Am nächsten Morgen wurde ich dann abgeholt, um die Floating Islands zu besuchen. Ein ganzes Volk hat sich irgendwann auf der Flucht vor den Inkas entschieden auf selbst gebauten Inseln im Titikakasee zu leben. Die ganze Tour war zwar sehr auf Tourismus ausgelegt und an jeder Ecke sollte man was kaufen, aber interessant war es trotzdem.

Nach einer weiteren Stunde in der Stadt fuhr ich mit dem Bus über die Grenze nach Copacabana/Bolivien. Der Grenzübergang hat etwas langer gedauert, die Kollegen von der Ausreise benötigen 3Mitarbeiter, bis man seinen Stempel bekommt, in Bolivien ging es einigermaßen schnell und dann mussten wir nur noch 10Minuten fahren bis wir in Copacabana ankamen. Da ich im Bus einen alten Bekannten aus Neuseeland wieder traf, entschied ich mich mit in seine Pension zu gehen, nach einigem verhandeln, musste ich 4€ für Einzelzimmer + Frühstück zahlen, solche Preise wünschte ich mir natürlich für den Rest der Reise. Für die Tagestour zur Isla del Sol musste ich auch 4€ zahlen und fürs 3-Gängemenü waren nochmal 2€ fällig und da war das nichtmal der günstigste Laden. Es war Freitagabend aber in der Kleinstadt schien nix los zu sein, also wieder früh ins Bett. Auf der Isla del Sol wurde man am nördlichen Ende abgesetzt und konnte sich entscheiden, ob man nur die archäologischen Sehenswürdigkeiten sehen möchte und wieder mit dem Boot zum Südende fährt, oder über die Insel wandert, wir entschieden uns fürs wandern und wurden mit schönen Ausblicken belohnt.

Zurück in Copacabana blieb uns wieder eine Stunde bis zur Weiterfahrt nach La Paz. Da Samstag war und wir Abends um 10Uhr angekommen wären, entschieden wir uns für ein wenig Vorglühen im Bus mit Rum und Cola. Mitten auf der Fahrt kamen wir zu einem Punkt, wo wir mit einer Fähre übersetzen mussten, das sagt einem auch keiner vorher, zum Glück hatten wir beide etwas Kleingeld.

In La Paz angekommen erzählte uns der Taxifahrer schon, dass Wahlwochenende in Bolivien ist, aber alles nicht so schlimm sei. Im Hostel angekommen und eingecheckt, bereiteten wir uns aufs Ausgehen vor und fuhren dann mit dem Aufzug zur Bar des Hostels aufs Dach. Hier erwartete uns die erste Überraschung, die Bar war geschlossen und wir fragten rum. Es war keinem in der Stadt erlaubt etwas zu trinken, also gingen wir in die Lobby, um das zu verifizieren. Hier erfuhren wir auch noch von der Ausgehsperre in der Stadt nach Mitternacht. Jeder der nach 12Uhr auf der Straße erwischt wird, kommt für die Nacht in Gewahrsam. Na schön, das wars also mit dem Wochenende, weiterhin entschied sich das Hostel auch den TV Raum nicht zu öffnen. Also wieder früh ins Bett. Den Sonntag nutzten wir zuerst für Frühstück, das wir im Stehen zu uns nehmen durften, da nicht genug Sitzplätze vorhanden waren, dies überzeugte uns komplett in ein anderes Hostel zu wechseln und die Entscheidung viel aufs Wild Rover. Den weiteren Tag nutzten wir für die Besichtigung der Stadt, hier mal zum Aussichtspunkt, dann zum bekannten San Pedro Gefängnis, welches man ja leider nicht mehr besichtigen kann. Nachdem alles abgeklappert war, gings zurück zum Hostel, zum Glück hatten wir jedoch vorher noch eine offene Touragentur gefunden und uns die Death Road Tour gebucht.

Im Hostel angekommen wurden wir damit überrascht, dass in der Bar illegal Bier ausgeschenkt wurde, dies nutzten wir sogleich und mit Billard und weiterem Bier ging es bis 0Uhr und dann noch bis 4 in eine Bar, die jetzt wieder ausschenken durfte. Leider vergaßen wir, dass wir ja 7Uhr zum Death Road abgeholt werden sollten. Früh um 7Uhr war ich dann leider immer noch betrunken und schleppte mich in den Bus. Nach ca. 2 Stunden ging es mir aber besser und der erste Teil war zum Eingewöhnen auf Asphalt. Nach einigen Minuten bin ich bei ca. 60km/h durch ein kleines tiefes Schlagloch, welches ich zu spät sah und kam durch den platten Reifen ganz schön ins Schlingern und das Bremsen auf 0 dauerte auch ewig, zum Glück bin ich da nicht gestützt. Nachdem ich dann 5Minuten auf den Teamwagen wartete, wechselten die Guides den Schlauch, was aber nix brachte, da das Rad komplett verbogen war. Also bekam ich das Ersatzrad, welches nicht von der selben Qualität war. Die Rückbremse ging so gut wie gar nicht, also musste ich mich mit der Vorderbremse begnügen, was mir nicht so sehr behagte, aber ich wollte jetzt nicht abbrechen. Auf der richtigen Death Road angekommen, konnten wir alle unser eigenes Tempo fahren und aller paar Kilometer stoppten wir für unsere Fotos. Ich war in der Mitte des Feldes und ließ in Kurven nix anbrennen, ich hatte ja nur die eine Bremse. Nach 40km sind wir unten angekommen und es hat glaube allen einen riesen Spaß gemacht. Jetzt wurden wir zu einer Pension mit Pool gefahren, wo wir Zeit für Mittag und Pool/Duschen hatten. Dann ging es 3Stunden zurück. Was für ein Erlebnis

 

Am Abend gab es in der Bar ein Pub Quiz, wo unsere Gruppe kläglich versagte. Weiterhin gab es viele Cocktails und Free Shots und ab 2Uhr gingen wir noch in eine Art Club, wo die 20-30 Gäste aus dem Hostel die einzigen Gäste waren, um 4:30Uhr fuhren wir mit dem Taxi zurück und am Hostel bemerkte ich, dass ich meinen Hoodie vergessen hatte, also wieder zurück und Hoodie geholt, wieder 3€ auf Grund meiner Verpeiltheit zu viel ausgegeben. Der nächste Tag wurde gechillt und ab 14:45Uhr Deutschland : Irland in der Bar geschaut. Das Hostel war ja irisch. Die Deutschen gaben den Grottenkick noch in der 92.Minute her und es endete 1:1, was wieder Free Shots in Hostel bedeutete. Nach etwas zu essen ging es im Nachtbus nach Sucre.

Wiedermal hab ich nicht viel von einer Großstadt gesehen, aber es hat trotzdem richtig Spaß gemacht.

09Oktober
2014

Machu Picchu - Cusco

Da das Wochenende Wahlwochenende war und es Samstag nicht erlaubt war zu trinken (für Touristen ja, aber trotzdem waren alle Clubs zu), entschieden wir uns am Samstag abend nach Cusco zu fahren. Früh angekommen ging es direkt ins Pariwana, welches wir uns aussuchten, da das Pariwana in Lima so gut war. Leider war kein Raum frei, also mussten wir bis zum Check In warten, trotzdem war es wiedermal möglich direkt das Frühstück zu nutzen. Nach dem Frühstück ist uns aufgefallen, dass Arsenal gegen Chelsea spielt, also war mein Morgen verplant. Leider gewann Chelsea mit einer sehr dünnen Leistung gegen noch dünnere Arsenal Spieler. Andreas hat sich die 2. Halbzeit nicht angetan und somit zwischenzeitlich ein nettes Paar aus Blackburn kennengelernt (Sadie und Adam), diese sollten mir im weiteren Verlauf noch sehr viel Spaß bringen. Beide waren später auch im gleichen Raum wie wir. An dem Tag schauten wir uns ein paar archäologische Sehenswürdigkeiten um Cisco an, welche 70Soles kosten sollten und von außerhalb besser aussahen als drin. Frechheit... Das war also der erste Vorgeschmack auf die Kosten, die einen hier erwarten.

Am Abend trafen wir dann in der Bar des Hostels Sadie und Adam wieder, zusammen mit einem anderen Paar aus London spielten sie Jenga um Cocktails. Nachdem alle etwa 8-10Cocktails drin hatten, kam ein Mitarbeiter des Hostels auf die super Idee, Flipcup zu spielen, was die beiden komplett aussetzen ließ. Lustig war dies, da beide früh 9Uhr zum Spanisch mussten, dies erinnerte mich irgendwie an Cartagena. Beide sind so durchgeknallt, ich wäre gerne die ganze Reise mit ihnen unterwegs gewesen. Für mich ging es dann noch in eine Bar "Mama Africa", was mir auch den Rest gab, blöd nur, dass ich am nächsten Morgen zur Free Walking Tour wollte. Andreas weckte mich dann auch und 11Uhr ging es zur Walking Tour, welche doch ziemlich interessant war.

Am Abend gab es wieder einige Getränke, aber weit weniger als am Vortag, da für den nächsten Tag der Zug nach Aquas Calientes gebucht war, um Machu Picchu zu besuchen. Der Preis dafür war der Höhepunkt der hohen Preise in und um Cisco, man sollte 137Dollar für den Zug bezahlen, die weitaus längere Tour zum Ausgangspunkt kostet 10Soles (3Dollar). Für Machu Picchu selbst habe ich nur 140Soles bezahlt, aber 2Stunden nach dem Office gesucht.

Da ich nicht so viel getrunken habe, ging es pünktlich mit dem Bus zum Zug. Ein Cafebesitzer bestätigte mir noch, dass es genügend Geldautomaten in Aquas Calientes geben soll. Im Zug saß dann leider ein typisches deutsches altes reiches Ehepaar (eigentlich waren es glaube Österreicher) gegenüber. Die mussten sich über alles aufregen, die japanischen Kinder dort können nicht ruhig sitzen, die stellen anderes Gepäck auf unseres, der Guide schläft gleich ein, bla bla bla... Dazu mussten die sich ewig aufregen, dass die kein Red Bull im Zug bekamen, Gesindel. In Aquas Calientes suchte ich dann ewig nach einem funktionierenden ATM, nach ca. einer Stunde im Dorf fand ich dann einen und ging ins Hostel, auch dieses war überteuert, aber ich hatte kein Bock weiter zu suchen. Früh um 5Uhr ging es hoch zu Machu Picchu, wollte ich doch den Sonnenaufgang oben sehen. Diese Idee hatten auch einige andere und so stand ich eine halbe Stunde in der Schlange und natürlich gab es auch hier einen Aufschlag, 10Dollar für 20min Busfahrt. Nachdem ich dann endlich drin war, war ich doch erstaunt über die Ausmaße von Machu Picchu, es ist ein riesiges Areal und ich freute mich, dass ich sehr viel Zeit eingeplant hatte. Nachdem ich fast alles angesehen hatte und ich mich auf den Weg hinauf zum Machu Picchu Montaña machen wollte, entdeckte ich zuerst eine Gruppe von Leuten, die die Steine anzubeten schienen und vollkommen in Trance waren, strange Leute. Danach konnte ich am besten Fotopunkt noch 2 Heiratsanträgen beiwohnen. 

Dann ging es für mich zum schwerlichen Aufstieg zum Montaña. Nach ca. einer Stunde wurde ich mit einem unglaublichen Ausblick belohnt. Auf dem Weg bergab traf ich dann 2Canadier wieder, die den Weg nach Aquas Calientes mit gemieteten Motorrädern bestritten. Nach einem kurzen Gespräch ging es weiter bergab. Unten gab es für mich noch den Sonnentempel und die Inkabrücke zu sehen. Am Sonnentempel lernte ich Melissa aus Peru kennen, sie hat ihre Freundin aus Brasilien verloren und fand auch nicht den Weg hinauf zum Montaña. Sie entschloss sich, mich zur Inkabrücke zu begleiten. Ich hatte vorher noch keinen Peruaner mit einem so guten Englisch kennengelernt. Nachdem wir noch einige Zeit im Komplex verbrachten, gingen wir raus, um die Freundin zu suchen, aber dies war bei den Menschenmassen nicht möglich.

Nach einer Stärkung begaben wir uns auf den Weg bergab, da wir beide nicht die 10Dollar für den Bus zahlen wollten. Nach einer Stunde sind wir unten angekommen, rechtzeitig für meinen Zug zurück. Leider war der Zug von Melissa ein paar Stunden später und wir verabschiedeten uns. 

Am Abend im Hostel traf ich Sadie und Adam wieder und diesmal tranken wir wieder genauso viel wie 2Tage zuvor. Wir versuchten uns noch am Salsa tanzen und es gab durchweg Free Shots, wahrscheinlich sah es so lustig aus, dass wir uns dies verdienten. Am nächsten Morgen ging es 2Stunden später als geplant zum Bus nach Puno (Titikakasee).

04Oktober
2014

Condor-(Colca-)Canyon - Arequipa

Nachdem ich wieder die Nacht im Bus verbracht habe, bin ich einigermaßen ausgeschlafen in Arequipa angekommen. Hier wollten wir ins Arequipa Backpackers, da auch einige andere aus Huacachina hier unterkommen wollten. Leider war es uns nicht möglich unser Zimmer direkt zu beziehen, jedoch durften wir wieder direkt am Frühstück teilnehmen. Wo wir unerwarteter Weise Patrick wieder getroffen haben. Schnell war mit ein paar anderen ausgemacht, dass wir den nächsten Tag eine 2tages Tour hinab zum Colca-Canyon machen möchten. Nach der Buchung im Hostel bin ich mit Andreas die Sachen kaufen gegangen, die wir noch brauchten. Ich hatte da ja zum Beispiel noch meine tolle Taschenlampe aus China, die spezielle Batterien in einer außerhalb Chinas unbekannten Größe. Also kaufte ich mir eine neue Stirnlampe, die auch praktischer war. Andreas wollte dann noch in ein Museum, welches für nicht Studenten 20Soles berechnete, welches mich veranlasste da nicht rein zu gehen. Ich steh ja eh nicht so auf Museen. Ich entschloss mich den Markt zu besichtigen und die Post aufzusuchen. Der Markt war nix besonderes, in jeder Stadt das gleiche. Erwähnenswert eventuell, dass dieser wohl von Gustav Eiffel erstellt wurde. Die Post war dann wieder auf Grund eines wochenlangen (eventuell schon monatelangen) Streiks geschlossen. Also zurück zum Hostel und danach mit ein paar anderen zu einer Rooftop-Bar, von welcher man den Sonnenuntergang über dem Hauptplatz sehen konnte. Leider waren wir auf Grund einiger etwas langsameren zu spät oben. Aber ein bisschen konnte man noch sehen.

Am nächsten Morgen ging es dann früh um 3Uhr los zum Colca-Canyon. Aufstehen zu solchen Zeiten sollte man per Grundgesetz verbieten. Naja da nochmal 3Stunden zum ersten Punkt anstanden, versuchte ich etwas zu schlafen. Etwa 6:30Uhr gab es dann Frühstück und gegen 8Uhr erreichten wir den Condor Aussichtspunkt, welcher von Touristen total überfüllt war. Kein Wunder, dass man da so gut wie keine Condor zu Gesicht bekommt. Insgesamt waren dann doch 3 zu sehen, welche sich aber in weiter Entfernung befanden. Also knippste ich einen ich nenn ihn mal "Mini-Condor".

Dann ging es weiter zum Ausgangspunkt der Wanderung, wo wir etwa 9:30Uhr ankamen. Nach einigen Erklärungen und Sicherheitseinweisungen des Guides, durfte jeder sein eigenes Tempo gehen und am tiefsten Punkt im Canyon sollten wir dann auf alle warten. Der Weg hinab war dann doch nicht so einfach, wie von mir erwartet. Es war etwa rutschig und teilweise sehr steil, dies ging ganz schön auf die Knie. Unten angekommen (2.) mussten wir fast eine Stunde auf die letzten warten und dann ging es gemeinsam auf der anderen Seite wieder hinauf zum Mittag. Der weitere Verlauf (11km) sollte gemeinsam in der Gruppe stattfinden, da es immer wieder Abzweigungen gab. Der Guide Jose nannte diesen Abschnitt liebevoll Peruvian flat, was sich durch ständiges auf und ab kennzeichnete und in einem langem Anstieg und folgenden steilen Abstieg in der Oase endete. Hier stand für uns ein Pool bereit, der gern genutzt wurde. Den Abend verbrachten wir gemeinsam bei ein paar Mojitos. 

Am Morgen war wieder früh aufstehen angesagt, diesmal aber "erst" 4:30Uhr. Pünktlich 5Uhr ging es wieder steil hinauf. Es waren 5km mit 1,2km Höhenunterschied geplant. Die ersten 20min mussten wir noch gemeinsam gehen, da es noch nicht hell war. Dann war jeder frei und schnell setzten sich Patrick, ein anderer und ich sich von der Gruppe ab. Da die beiden anderen aber nach kurzer Zeit die erste Pause einlegten und ich nur 0,5l Wasser hatte und ich mir die einteilen wollte, lief ich alleine weiter. Nachdem ich einige Gruppen überholt hatte, gab es dann doch die ersten Pausen für mich. Kurz vorm Ziel holte mich einer meiner Gruppe wieder ein und auf den letzten Metern zog er dann weg, so war ich wieder 2., aber eine Zeit von 1:55Std. konnte sich sehen lassen. Nach weiterem warten ging es gemeinsam ins Dorf zum Frühstück und anschließend zu den Hot Springs. Dies tat ziemlich gut für die geschundenen Beine. Abwechselnd immer wieder heißer Pool und kalter Fluss. Weitere Stopps waren Mittagessen und Alpacas sehen. Zurück in Arequipa gingen wir direkt zur Rooftop-Bar um den Sonnenuntergang diesmal richtig zu sehen. Am Abend bin ich dann alleine in den Elektroclub Dejavu, wo ich ein paar andere Deutsche kennenlernte, ein Paar und eine andere. Es schien so, als kam dies dem Paar sehr gelegen und sie verschwanden ziemlich schnell. Ich unterhielt mich weitere 2Stunden mit der anderen (Namen leider vergessen) und dann ging auch sie. Falls sich jemand fragt, sie war nicht mein Typ. Nachdem ich dann noch 2Stunden tanzte, ging es heim. Am folgenden Tag bin ich mit Andreas total verkatert zu einer 4Stunden Walking-Tour. danach legte ich mich noch ein paar Stunden in eine Hängematte und Abends ging es wieder im Nachtbus weiter nach Cusco.

30Sept
2014

Auch Krankheit kann mich nicht aufhalten - Huaraz, Lima, Huacachina

Da war ich nun in Huaraz, einen 4tages-Trip geplant und nicht in der Lage auch nur ein paar Meter zu laufen. Das mit dem Essen ist schon ziemlich nervig, was soll man machen, man muss ja irgendwas essen. Ich hoffe, dass diese Lebensmittelvergiftung die letzte auf dieser Reise war. Also lag ich ganze 3Tage nur im Bett rum und hab mir Filme auf Spanisch und Serien auf Englisch reingezogen. Diesmal hab ich es aber schon am 2.Tag geschafft mal raus zu gehen und eine Pizza zu essen, vielleicht hat es ja geholfen, mal nicht die komplette Zeit auf Essen zu verzichten.

Auf jeden Fall kam dann der 4.Tag, der Tag, an dem ich weiter nach Lima wollte. Aber dies natürlich erst wieder in der Nacht mit dem Nachtbus, also blieb mir der ganze Tag und ich entschied mich für eine Tagestour zur Laguna 69. Auf dem Plan stand hierbei von 4300m auf 4900m hochzugehen und dann erreicht man als Belohnung die Laguna 69, ein solch blaues Wasser habe ich vorher noch nicht gesehen, außerdem sieht man noch den Gletscher, von dem der See gespeist wird. Die Tagestour war insgesamt glaube meine schwierigste, was eventuell auch daran lag, dass ich noch nicht 100% fit war. 3 der Tourteilnehmer entschlossen sich noch dazu in den See zu springen, mein gesundheitlicher Zustand hielt mich davon ab. Auf jeden Fall schien es sehr kalt zu sein.

Am Abend ging es dann in Richtung Lima, vorher durfte ich noch mitbekommen, dass es auch in Peru flinke Finger gibt und somit mein 2.Handy abhanden gekommen ist. Dazu war in dem Handy auch noch die Adresse meines Hostels Pariwana in Lima gespeichert.

Früh angekommen, suchte ich mir nach einem Orangensaft ein Taxi, welches das Hostel eventuell kennt. Beim 3.Anlauf habe ich dann einen Taxifahrer gefunden, der das Hostel zu kennen scheint, welches ein großer Fehler war, da er mich nur nicht als Fahrgast verlieren wollte. Nach 10Minuten Fahrt und in Miraflores (Stadtteil) angekommen, fragte er mich nach einer Straße, obwohl er ja von mir schon wußte, dass ich dieser nicht kenne. Nach langem Umherirren, sagte er, dass er nicht weiß, wo das Hostel ist und ich die Adresse herausbekommen muss. Das war mir dann zu blöd, ich gab ihm das nicht verdiente Geld und verließ das Taxi. So n Trottel...

Nachdem ich dann einfach in Richtung Strand bin, fragte mich ein Einwohner, wo ich denn hin möchte und natürlich bin ich komplett in die falsche Richtung gelaufen. Das Hostel war nur eine Querstraße von dem Ort entfernt, wo ich das Taxi verließ. Also wieder zurück und ins Hostel. Leider zerstreute sich schnell meine Hoffnung direkt ein Bett zu bekommen, ich musste auf die Check in Zeit warten. Aber ich durfte schon Frühstück zu mir nehmen. Danach bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend geirrt und dann habe ich mir anstatt eines neuen Handys eine Jeans gekauft.

Nachdem ich nach dem check in ein bisschen gechillt habe, stand am Abend das Wochenende an. Durch Patrick, den ich auf dem Trek in Huaraz kennengelernt hatte, habe ich schnell das halbe Hostel kennengelernt und etwa 10Personen sind dann in einen Club mit Livemusik, leider was es Rock und nach einer Stunde hielt ich es nicht mehr aus. Ein anderer Kollege aus dem Hostel wollte sich das auch nicht mehr antun und wir suchten nach einem Reggaeton Club in der Nähe, diesen zu finden war dann doch etwas schwerer, aber wir trafen auf ein paar Peruaner, die da auch hin wollten. Mit den anderen sind wir dann in den Club und anschließend noch in einen anderen. Irgendwann bin ich betrunken nach Hause, keine Ahnung wann. Nachdem ich eine Woche nix getrunken hatte, war ich wohl nicht mehr in der Form.

Der nächste Tag begann somit sehr spät und eher ruhig. Am Abend sind wir zu einem Park mit glaube 20Springbrunnen mit Lichtshow.

Danach gab es eine Neonparty im Hostel, welche bis 4Uhr ging und wieder alles von mir forderte, da es in der HappyHour auch noch Long Island Icetea für nur 2€ gab. Am nächsten Tag kannten mich noch mehr Leute aus dem Hostel, die ich aber nicht einordnen konnte, naja einfach nix anmerken lassen und auf die Gespräche eingehen...

Am Nachmittag bin ich zu einem Spiel von Universitario, welches leider wieder schlecht besucht war, welches im 80000Mann Stadion auch noch sichtbarer wurde. Ein anderer Hostelbesucher wollte mich eigentlich begleiten, aber er ist (wie sich später rausstellte) im TV Raum eingeschlafen.

Universitario gewann 1:0 und mit einem neuen Trikot bin ich wieder zurück ins Hostel und am Abend gab es einige internationale Trinkspiele. Insgesamt kann ich jedem das Hostel empfehlen, wenn man seine Ruhe haben will, gab es dafür gute Bereiche (nie besucht), ansonsten lernt man leicht neue Leute kennen, leider ist es etwas teurer. Dies durfte ich den Tag danach erfahren, ich habe den Fehler gemacht und alles auf Rechnung bestellt, die ich dann am Morgen vor mir liegen hatte, 420Soles davon aber nur 126Soles für die Übernachtungen, ich habe eindeutig zu viel getrunken.

Mittags ging es weiter nach Ica bzw. nach Huacachina, welches eine Oase in Mitten einer Sandwüste ist. Ab jetzt hatte ich auch mal einen Mitreisenden, Andreas aus München hat sich dazu entschlossen mich zu begleiten (dies endet wohl jetzt in Cusco, da ich schneller voran kommen muss). In Huacachina haben wir am ersten Abend nur schnell die Oase im Sonnenuntergang abgelichtet und dann den Abend ruhig ausklingen lassen. Den nächsten Morgen war nix auf dem Plan, also nur chillen bzw. noch Bayern in der Champions League gesehen. Ausruhen war nach dem Wochenende auch mal gut. Am Nachmittag sind wir zu einer Buggytour durch die Sanddünen und Sandboarden. Der Fahrer (ein älterer Herr) war glaube einer der verrücktesten Fahrer, er hat alle großen und steilen Sanddünen komplett mitgenommen und man hat sich wie in einer Achterbahn gefühlt. Dan stand Sandboarden an, ich mit keiner Erfahrung auf irgendeinem Board entschied mich für die kopfüber liegende Variante. Ein riesen Spaß, leider kann ich davon wieder keine Fotos vorweisen, aber eventuell bekomm ich noch die Fotos von Andreas. Eigentlich war ein Teil der Tour noch den Sonnenuntergang in den Dünnen zu sehen, aber 2Teilnehmer mussten ihren Bus erreichen und wir mussten alle darunter leiden, eine spätere Beschwerde hat leider nix gebracht, es war dann ja auch schon dunkel. Abends ging es weiter nach Arequipa.

21Sept
2014

Surfer-Uwe und Wüstentempel - Mancora, Chiclayo, Trujillo

Da war ich also,angekommen mitten in der Nacht in Mancora. Die wartenden TukTuk-Fahrer musste man etwas harsch versuchen abzuwimmeln. Die wollten einen wirklich für 5Soles ca. 100m zum nächsten Hostel fahren, zum Glück wurde ich schon vorgewarnt und so liefen wir einfach in 5min zum Strand. Leider war das Wetter mit Nieselregen auch nicht das Beste, aber es gab genug Möglichkeiten zu sitzen, wo man auch ein Dach hatte. Als es dann hell wurde, suchten wir ein Platz um zu frühstücken und danach gingen wir getrennte Wege. Ich ging ins Partyhostel Loki und die beiden anderen suchten sich etwas ruhigeres.

Nachdem ich nochmal bis Mittag geschlafen hatte, kaufte ich mir eine Handykarte und ging zum Strand. Hier suchte ich mir den erst besten Platz, um Bier zu trinken. Nach kurzer Zeit kam ich mit einem Rentner aus UK ins Gespräch, er nutzt seine Rente, um in allen möglichen günstigen Ländern rumzureisen.

Wenn ich später noch eine Rente bekomme, werde ich wohl auch versuchen, noch so lange wie möglich zu reisen. Er empfiehl mir zusätzlich noch eine Surfschule, die einem nach der Surfstunde noch kostenlos Board und Wetsuit zur Verfügung stellt. Am Abend traf ich die anderen Deutschen wieder und wir tranken bis spät in die Nacht. Blöd nur, dass ich ja für den nächsten Morgen um 9Uhr einen Termin mit der Surfschule hatte. Am nächsten Morgen hatte ich einen dicken Schädel und musste so raus aufs Wasser. Der Surflehrer war aber sehr gut und es gelingt mir sogar 2x für etwa eine Sekunde zu stehen. Nach der Surfstunde gönnte ich mir ein ausgiebiges Frühstück und danach ging es für mich wieder raus aufs Board, nur diesmal alleine... Mehr als auf dem Board zu hocken gelingt mir alleine nicht. Blöderweise ging mir einmal auch noch das Board verloren und ich musste versuchen ohne Board zurück zum Strand zu kommen, ich dachte ich muss sterben. So viel Salzwasser hab ich glaube noch nie getrunken.

Leider habe ich keine Fotos von meinen Surfversuchen.

Am Abend feierte ich diesmal im Hostel. Zum Glück war Checkout bis 12:30Uhr. Nach diesem suchte ich mir einen Bus nach Chiclayo, welcher 6Stunden benötigte, womit auch der Tag komplett nutzlos war. Am Terminal in Chiclayo musste ich noch 2Stunden auf Jose warten, da er noch eine Abendvorlesung hatte. Zwischendrin drehte ich mich nichtsahnend zu einem Peruaner um, der mich angetippt hatte, er zeigte auf etwas auf dem Boden liegendes und fragte, ob es meine sei. In der Zwischenzeit versuchte ein anderer meinen kleinen Rucksack zu packen und loszulaufen. Dumm nur, dass ich mein Bein in einer der Träger hatte, als er dies bemerkte und auch ein Angestellter der Busfirma herbeieilte, rannten alle 3Personen, die wohl dazu gehörten, raus. Zu Chiclayo gibt es nicht viel zu sagen, es gab nicht viel zu sehen, aber ich war bei einer sehr netten Familie und ich lernte einige Freunde von Jose kennen. Insgesamt war ich 4Tage da und wir fuhren einen Tag an den Strand, einen Tag zu den alten Preinca Ruinen und einen Tag lief ich durch die Stadt. Dazu waren wir einmal Feiern.

An einem Samstag ging es für mich weiter nach Trujillo, wo ich eine Nacht übernachtete und dann den nächsten Tag eine Tagestour nach Chan Chan, Mondtempel, Sonnentempel, Regenbogentempel und einem Strandort machte. In der Nacht ging es weiter im Nachtbus nach Huaraz, doch zuvor holte ich mir in einem billigen Restaurant meine 2. Lebensmittelvergiftung.

15Sept
2014

Hoch hinaus - Cotopaxi, Quilotoa, Baños, Cuenca

Nachdem ich also viel zu spät los bin, kamich erst gegen 13Uhr indem kleinen Ort Lasso am Fuße des Cotopaxi an. Leider wollte zu der Uhrzeit keiner mehr mit mir hoch zum Vulkan und ich war in diesem Dörfchen gefangen. Den Tag verbrachte ich also sinnfrei mit Schlafen und Filme schauen.

Am nächsten Morgen ging es dann mit meinem Gastgeber und 2Anderen hoch zum Cotopaxi und da ich nicht alleine war, musste ich "nur" 35Dollar zahlen, wenigstens war Lunch mit inbegriffen. Davor durfte ich mich über das nicht vorhandene warme Wasser in der Dusche freuen, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine schöne Erfahrung, der Besitzer kam mit der Ausrede, dass sie vergessen hatten meines Gas zu kaufen...

Am Berg gab es dann noch Kokablätter und Kokabonbons zu kaufen, die gegen die Höhe helfen sollen. Ich kaufte mir ein paar Kokabonbons, eigentlich nicht wegen meiner nicht vorhandenen Probleme mit der Höhe sondern aus Interesse. Nach einer 1stündigen Fahrt hinauf auf 4300m mussten wir dann weiter laufen, es war schweinekalt und anstrengend windig. Nach ca. einer Stunde waren wir beim Refugium auf 4800m angekommen, wo ich gefühlte 30Minuten auf die anderen warten durfte (Sportskanone), um dann zu erfahren, dass wir auf Grund des schlechten Wetters nicht weiter höher gehen können. Mir kam es eher so vor, als hätte der Guide kein Bock gehabt, weiter zu laufen. Weitere Versuche ihn zu überreden waren leider nicht erfolgreich. Mein einziges Ziel den Gletscher zu erreichen war damit nicht erfüllt und ich ging unzufrieden wieder zurück zum Auto, womit wir noch einen Abstecher zum See machten, was mich auch nicht glücklicher machte.

Nach dem Essen fuhr mich der Guide noch nach Latacunga, wenigstens ein was gutes. Von hier aus ging es weiter nach Quilotoa. Hier stellte ich fest, dass ich nur noch 15Dollar hatte und es keinen Geldautomaten gab. Nach einer halben Stunde suchen, fand ich dann ein Hostel, welches Kreditkarten akzeptierte, aber 25Dollar für ein Einzelzimmer mit Abendessen und Frühstück wollte, war zwar teuer, aber ich hatte ja keine andere Wahl. Zum Sonnenuntergang ging ich noch zum See und fotografierte diesen, danach gab es Abendessen und danach ein stundenlanges Gespräch mit einem deutschen Pärchen über Gott und die Welt. 

Am nächsten Morgen stand wieder eine Seeumrundung an, der Quilotoa See ist wieder in einem alten Krater entstanden und durch die alkalische Zusammensetzung scheint der See grün zu sein und die Einheimischen haben den Glauben, dass dieser See keinen Boden hat (Wissenschafter sagen glaube 300m). Für die Umrundung habe ich auf Grund eines riesen Umwegs dann 4Stunden gebraucht. Nach einem kurzen Frisch machen ging es wieder weiter mit dem Bus nach Banos.

Auf dem Weg haben wir (hab auf der Fahrt einen Franzosen kennengelernt) schon sehen dürfen, worauf ich mich in dieser Stadt schon am Meisten gefreut habe. Der Vulkan Tungurahua erfreute uns auf der Fahrt mit 2 Eruptionen, leider war ein gutes Foto auf Grund der Scheibe und des Lichtes im Bus nicht möglich.

Im Hostel in Banos habe ich die Jungs aus Australien wieder getroffen, leider wollten sie am nächsten Tag schon weiter. Am Abend wollten der Franzose und ich hoch zum Aussichtspunkt "Casa del Arbol", um den Vulkan im Dunkeln zu sehen, leider fuhr die Tour dann doch nicht wie versprochen zu diesem Aussichtspunkt, sondern zu einem anderen und die Wolken machten uns die Sicht zunichte. Somit war an diesem Abend leider nix weiter vom Vulkan zu sehen.

Am nächsten Morgen war dann Rafting mit den Jungs aus Australien angesagt. Weiterhin begleiteten uns noch andere aus UK. Ich hatte eigentlich als Anfänger eine ruhige Fahrt erwartet, aber da wir nur jüngere männliche Mitfahrer waren, entschied sich der Guide für die Strecke mit der Kategorie 4, man muss bedenken, dass es nur bis Kat. 5 geht. Aber nach der wirklich guten Einweisung hatten wir alle keine Zweifel mehr und es konnte los gehen.

Nach ca. 40Minuten hatte ich eines meiner besten Erlebnisse meiner Reise hinter mir. Das hat richtig Spaß gemacht und wo die anderen Gruppen nur vorbei gefahren sind, sind wir mitten durch, Teufelskerle.

Nach dem Lunch ging es wieder ins Hostel, mit den Leuten aus UK ging ich dann zu einer Brücke in der Stadt, wo man Swing Jumping durchführen konnte, was man etwa mit Bungee Jumping vergleichen kann. Leider hatte der Bankautomat etwas gegen meine Teilnahme an diesem Vorhaben und wollte mir kein Geld ausspucken (später am Abend ging es an einem anderen Automaten), somit war ich zum Zuschauen verdammt. Danach ging es mit dem Taxi zum "Casa del Arbol", leider war der Vulkan nicht sehr aktiv zu dem Zeitpunkt, deshalb musste ich mich mit Schaukeln über dem Abgrund begnügen.

Den Abend ließen wir dann bei Bier und Billard im Hostel ausklingen.

Am nächsten Tag suchte ich nach der Möglichkeit paragliden zu gehen, leider wollten alle etwas zu viel Geld und außerdem ging es bei jedem erst am Nachmittag los, als ich mich auf dem Weg nach Cuenca befinden wollte. Die weitere Überlegung war den Sprung durchzuführen, aber es war keiner bei, der Filmen konnte und ich hatte auch etwas schiss, also ließ ich es.

Somit ging es schon am frühen Nachmittag 13Uhr auf den Weg nach Cuenca, was der letzte Ort meiner Reise durch Ecuador sein soll.

Hier waren zuerst 2Tage geplant, woraus am Ende 4Tage wurden. Am ersten Abend habe ich nix weiter gemacht. Den nächsten Tag nutzte ich für einen ausgiebigen Stadtrundgang und am Abend stand dann die tägliche Aktivität an, die das Hostel für seine Gäste anbot. Dieser Abend war die eine Nacht Radtour mit den Fahrradclub der Stadt. In der Vergangenheit haben dabei bis zu 250 Personen teilgenommen, an dem Abend waren es "nur" 59 Personen, was an manchen Kreuzungen trotzdem für viel Aufsehen sorgte. Ziel der Tour des Tages war ein Aussichtspunkt der Stadt. Leider war dies mit den Fahrrädern nur bedingt möglich. Somit war ich bei der Ankunft erstmal nicht erfreut, sondern stinksauer. :) Aber nach kurzer Zeit überwiegte die Freude über den Ausblick und die Aussicht darauf, dass es ab jetzt nur noch bergab ging. Danach war ich auf jeden Fall zu fertig, um noch irgendwelchen Aktivitäten nachzugehen.

Den nächsten Morgen musste ich auch früh raus, um zum Ingapirca zu fahren. Als ich also dort nach ca. 3 Stunden Busfahrt ankam, war ich noch nett ausgedrückt doch sehr enttäuscht. Man war innerhalb von ca. 30Minuten mit dem Guide komplett durch den kleinen Komplex (der Guide war gut und hat viel erzählt). Danach hatte man noch die Möglichkeit einen kleinen Wanderweg zu folgen, wo man noch 3 Inkafunde besichtigen konnte. Naja der angegebenen 1 Stunde konnte man dann nicht trauen und es waren nur 20Minuten. Am meisten hab ich mich aber auf die 3Stunden Rückfahrt gefreut.

Am Abend gab es für alle Gäste ein warmes Schnapsgetränk, welches ich so oft ich wollte genießen konnte, da nur ein weiterer Gast an der "Aktivität" teilnahm. Nach langen Gesprächen mit Besitzern und dem anderen Gast, bin ich ziemlich betrunken ins Bett und konnte den Freitagabend nicht weiter nutzen. Somit verlängerte ich wieder und fuhr den nächsten Tag in den Nationalpark El Cajas (3900m Höhe). Dieser war eine Art Moorlandschaft mit Hunderten von Seen. Ich entschied mich für die 1.Wanderroute, welche 5Stunden dauern sollte. Nach 2Stunden war ich durch, was gut war, da es anfing zu regnen. Bei einem heißen Kakao wärmte ich mich dann an einem Feuer im Restaurant. Auf der Rückfahrt lernte ich dann 2 koreanische Mädels kennen, was ich erwähnen muss, da diese komischerweise perfekt Spanisch aber kein Englisch konnten.

So versuchten wir die ganze Fahrt so gut es ging über unsere Reiseerfahrungen auszutauschen. Am Abend stand ein Pub Crawl an, welcher aber im ersten Pub endete, da es hier so gut war. Den Tag darauf chillte ich komplett durch und das einzige Produktive war ein Skype Gespräch mit Tomster und das holen des Bustickets für die Nacht nach Mancora/Peru. Am Busbahnhof traf ich dann alte Bekannte aus Otavalo wieder, was sich später in Mancora als sehr nützlich heraus stellte. Der Grenzübergang verlief ohne Probleme und da beide Seiten in einem Raum saßen, musste man nur die Schlange wechseln. Da unser Bus 2Stunden zu früh in Mancora ankam, verweilten wir von 4-7Uhr nachts am Strand, was wohl alleine eventuell gefährlicher gewesen wäre.

06Sept
2014

Es wird Zeit wieder aktiver zu werden! - Otavalo, Quito

Nach den schnellen Formalitäten an der Grenze, war ich also offiziell in Ecuador. Ich verließ Kolumbien mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Kolumbien ist ein wunderschönes Land und ich hab nur einen Bruchteil davon gesehen, jedoch war ich trotzdem froh endlich weiter zu kommen, ein Monat war doch schon viel.

Vom Grenzort, keine Ahnung wie der hieß, bis Quito sind es offiziell 5,5Stunden. Das Bussystem ist ziemlich einfach, pro Stunde Fahrt bezahlt man einen Dollar, also 5,50Dollar für die Fahrt. Ja richtig, Ecuador hat den US Dollar als Währung. Kurz nach Abfahrt wurde der Bus zur Drogenkontrolle angehalten. Und wer durfte natürlich aussteigen und sein Gepäck zeigen, ich. Nachdem ich ihm meinen kleinen Rucksack zeigte und ich ihm in meinem perfekten Spanisch meine Reisepläne durch Ecuador offerierte, musste ich nicht meinen großen Rucksack auspacken. Hat mein Reisegestammel doch geholfen. Hab ich dem ein Quatsch erzählt... Ich hatte aber auch wirklich keinen Bock mein komplettes Zeug auszupacken. Ich fragte mich auch, wer so dämlich sein soll, Drogen über die Grenze zu bringen, obwohl man doch scheinbar in jedem südamerikanischen Land an jeder Ecke alles mögliche angeboten bekommt.

In Quito angekommen, hätte ich doch ein Hostel buchen sollen. Die beiden vorher rausgesuchten Hostels waren beide ausgebucht und so musste ich in eine Absteige, die mir nicht wirklich zusagte, aber ist ja nur für die Nacht. Andere Reisende konnte man da leider trotzdem nicht kennenlernen, so ging ich an dem Abend nur noch etwas essen, leider war nicht viel offen und ich musste mich mit einem Laden auf dem total überteuerten Plaza Foch zufrieden geben. Danach entschied ich mich die Stadt direkt am nächsten Morgen wieder zu verlassen. Nach einiger Recherche zog es mich wieder etwas zurück nach Otavalo. Hier sollte es einen schönen Markt und Natur geben.

Am ersten Tag zog es mich nach der Ankunft nur noch auf dem Markt, wo ich mir einen schönen Pullover holte. Am nächsten Tag ging es alleine mit einem Guide zur Laguna de Mojanda (3800m Höhe) und im Anschluss auf den Berg daneben (4100m Höhe) Nach dem Abstieg ging es dann mit dem Mountainbike zurück ins Tal nach Otavalo. Auf dem Weg ist mir einmal der Reifen geplatzt und ich hab mich einmal Kopfüber in den Sand gelegt, das Fahrrad folgte mir darauf und ließ sich auf mir nieder.

Am darauf folgenden Tag wollte ich die 14km Runde um den Cotocachi See (3800m Höhe) gönnen, was ich dann auch in 3Stunden erfolgreich absolvierte. Der See liegt in einem alten Krater eines erloschenen Vulkans. 

Am Nachmittag gab ich dann Quito eine 2. Chance und fuhr wieder hin, am Morgen hab ich ein Bett im Vibes Hostel gebucht, hatte ja aus meinem Fehler gelernt...

In Quito angekommen, musste ich dann jedoch feststellen, dass alle Zimmer im Hostel ausgebucht waren, Hostelbookers hat wohl die Reservierung erst am Abend 18Uhr weitergeleitet und da waren alle Zimmer schon voll. Das nenne ich mal volle Ausnutzung unser heutigen Technik, eventuell sollte die Buchungssoftware von Hostelbookers von der SQS mal getestet werden :D

Naja der Besitzer des Hostels war sehr nett und half mir bei der Suche eines anderen Hostels, wo ich eine Nacht blieb und dann ins Vibes wechselte, ich durfte mich auch weiterhin im Vibes aufhalten und ich bekam trotzdem einen Wilkommensdrink. Den Abend verbrachte ich im Irisch Pub, wo es Guineas für nur 14Dollar gab, zum Glück trink ich das Zeug nicht und begnügte mich auf das lokale Bier. Am nächsten Tag stand für mich der Umzug und eine Altstadt-Tour an. In der Altstadt verbrachte ich dann ein paar Stunden und es gab auch ein wenig zu sehen. Den Spaten Nachmittag verbrachte ich mit der weiteren Planung meiner Reise nach Quito. Auf einmal stand wieder Yuval vor mir, er hat durch Zufall wieder mal das selbe Hostel gebucht. Somit hatte ich auch schonmal wieder eine Begleitung für die nächsten beiden Abende. Am nächsten Tag fuhr Yuval und ein paar andere zum Mittelpunkt der Erde, da steht ein Monument und das wäre, außerdem steht es nichtmal wirklich auf dem Punkt, sondern 500m entfernt, dafür wollte ich keinen ganzen Tag von verschwenden, also bin ich mit der Seilbahn hoch auf den Vulkan Pichincha (4100m Höhe), von diesem Punkt aus, konnte man die komplette Stadt sehen, außerdem hatte man noch die Möglichkeit auf den Gipfel zu wandern (4700m Höhe), was ich nach dem vielen laufen die letzten Tag auf den halben Weg begrenzte.

 

Am Nachmittag entschied ich mich etwas zu schlafen, da ja Freitag war und ich eigentlich vor hatte bis 6Uhr durch zu machen und direkt mit dem Bus weiter zu fahren. Leider ging der Abend nur bis 4Uhr, als alles zu machte und die anderen ins Bett wollten, also legte ich mich auch hin, was dazu führte, dass ich erst 8Uhr wach war und somit viel zu spät los konnte, um auf den Vulkan Cotopaxi zu steigen.

30August
2014

Nichts gesehen und trotzdem schön - Medellin, Cali, Ipiales

Ja da wurden aus 17Stunden Busfahrt leider doch noch 19Stunden, jedoch war ich trotzdem zeitig genug da, um in Ruhe ein Hostel zu suchen und mich auf den Abend vorzubereiten. An der Metrostation sprach mich ein jüngerer Kolumbianer in gutem Englisch an und fragte mit, wohin ich möchte und ob ich den Weg kenne. Ich muss wohl hilflos ausgesehen haben. Er musste zur gleichen Station und so fragte ich ihn direkt aus, wohin ich am Abend am Besten gehen sollte. Er empfahl mir die gleiche Gegend, die ich auch rausgesucht hatte und die direkt in Hostelnähe liegt. Leider war nur mein Hostel schon ausgebucht und die Ausweichvariante auch, also hieß es weiter suchen. Nach kurzer Zeit hab ich dann ein schmuckes kleines Hostel gefunden, nur leider war in diesem mal garnix los. Ein paar Kolumbianer und Chinesen, die nicht ausgehen wollten. Also musste ich alleine los, blöd gelaufen. Aber nach einigem Suchen hatte ich dann einen Club mit anfangs elektronischer Musik und leider nach kurzer Zeit zu Rock wechselnd, was sich auch nicht mehr änderte. Den nächsten Tag ließ ich langsam angehen, die Stadt wollte ich mir nicht ansehen, da ich dafür an einer Walking Tour teilnehmen wollte, welche mir Harold empfohlen hatte. Eigentlich schon komisch, da er noch nie in Medellin war. :)

Am frühen Abend ging ich noch zum Fußball, wo leider nicht viele Zuschauer da waren, außerdem gab es kein Bier. Die Zuschauer, die da waren, überzeugten mit 90Minuten Gesang, da war auch 2-3Mal Gänsehaut zu spüren, als alle mit voller Kraft ein neues Lied anstimmten.

Für den Abend suchte ich mir diesmal einen Reggaeton-Club raus. Man möchte ja auch mit Kolumbianern ins Gespräch kommen und tanzen und nicht nur Kontakt zu anderen Reisenden pflegen. Hier tanzte ich sogar 2Mal mit Mädels bzw. ich nenne es mal Tanzversuche. Dann meldete sich Melissa bei mir, die ich auf dem Boot in Brasilien kennengelernt hatte. Also verließ ich den Club und ging zu der Bar, wo sie sich aufhielt. Wir erzählten beide von unseren weiteren Reisen nach Brasilien und dann gingen wir mit 3weiteren Freunden von ihr in einen Elektroclub. Wo wir uns aber leider nicht lange aufhielten, da der Club kurz darauf schloss. An einer Bar tranken wir noch 2Bier und wollten uns dann verabschieden, als Melissa mitbekam, dass ihr das IPhone geklaut wurde. Also gingen wir noch kurz zur Polizei, die uns erklärte, dass sie dieses wohl nicht wieder sehen wird. Sie nahmen trotzdem alles auf und sind nochmal mit dem Motorrad los.

Der Sonntag verlief eigentlich fast genauso wie der Samstag. Eigentlich wollte ich auf einen der Berge mit der Seilbahn hoch, aber ich war zu träge, außerdem führte ich noch ein 2Stunden Skype Gespräch mit Tomster. Am Abend ging ich dann mit ein paar Leuten aus dem Hostel aus, wir waren wieder eine bunt gemischte Truppe aus Israel, Algerien, Peru und Dtl. Leider hatte kein Club offen, also setzten wir uns zu Aquadiente und einer Shischa in eine Bar. Am Montag morgen war Paragliding geplant, leider war das Wetter zu schlecht, weshalb uns abgesagt wurde. Die Zeit nutzte ich dann, um mit der Seilbahn auf einen der Berge hoch zu fahren. Auf dem Weg, traf ich dann einen Mitschüler aus Cartagena wieder, so ein Zufall. Er begleitete mich dann. Die Seilbahnen wurden dazu gebaut, um den Menschen aus den Armenvierteln, die sich oben befinden, den Weg in die Stadt zu erleichtern. Nun sind diese halt auch noch eine Touristenattraktion, da man oben so einen guten Ausblick hat. Danach ging es direkt zur Walking Tour, welche 4Stunden dauerte und sehr informativ war, weil man auch viel zur Geschichte von Medellin erfuhr. Eine "lustige" Info war zum Beispiel, dass sich das Rotlichtviertel um eine Kirche befindet, damit alle Pateien sich danach direkt von den Sünden frei sprechen lassen können. Außerdem erfuhren wir viel über Pablo Escobars handeln und den kompletten Drogenkrieg in Kolumbien. Am Abend musste ich wieder zum Busbahnhof, um den Nachtbus nach Cali zu erwischen.

Über Cali gibt es leider nicht viel zu sagen, ich war zwar 5Tage in Cali, aber außer Party war nicht viel anderes angesagt. Ich versuche es mal...

Früh um 5Uhr in Cali angekommen, entschied ich mich für ein Einzelzimmer, was den Vorteil hatte, dass ich dieses direkt nutzen durfte und so schlief ich noch bis Mittag. Danach entschied ich mich für einen Stadtrundgang, welcher schnell abgefertigt war und zum späten Nachmittag war ich dann wieder zurück im Hostel und in Feierlaune.

Kleine Zwischeninfo, eigentlich war der Plan hier eine andere Deutsche wieder zu treffen, was aber nicht funktionierte, da sie genau zu der Zeit im Amazonas war. Außerdem wollte ich zwei Mädels aus Cali wieder treffen, die ich letztes Jahr in Perth kennengelernt hatte, was aus wohl logistischen Gründen auch nicht funktionierte.

Jedoch traf ich am ersten Abend die Australier wieder, die ich zuvor in Cartagena und Medellin getroffen hatte. Mit denen bin ich die ersten beiden Abende zu einer Salsabar, was mich aber trotzdem nicht dazu bewegte dazu zu tanzen. Am 3.Tag hab ich durch Zufall Yuval wieder getroffen, er ist im gleichen Hostel untergekommen. An dem Abend sind wir zu 20st zu einer Elektroparty, wo wir jedoch die einzigen Gäste waren, wir blieben trotzdem bis zum Schluss (3Uhr) und dann ging es wieder zur Salsabar. Den Freitagabend sind wir wieder zur Elektroparty, diesmal war es jedoch voll und es ging bis 5:30Uhr. Zurück am Hostel ging die Sonne auf und wir entschieden uns noch den Sonnenaufgang vom nahegelegenen Park anzusehen. Danach ging ich noch 2Stunden schlafen und dann ging es mit dem Bus weiter. Geplant war Pasto als Übernachtungsort, da man nicht im Dunkeln über die Grenze sollte, bzw. Nachtfahrten in der Region vermeiden soll.

In Pasto angekommen, sah ich dass da garnix los war und sich mein Plan den Samstagabend in einer Bar/Club zu verbringen, zerschlagen hat, fuhr ich kurzfristig weiter bis an den letzten Ort vor der Grenze Ipiales. Am nächsten Morgen schaute ich mir noch die berühmte Kirche des Ortes an, die in eine Schlucht gebaut wurde. Dann ging es über die Grenze und schon war ich in Ecuador.

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